Auseinandersetzung um Tarifvertrag zur Standortsicherung in Görlitz beginnt!

Am heutigen Donnerstag übergab Jan Otto, Erster Bevollmächtigter IG Metall Ostsachsen, im Rahmen einer Betriebsversammlung dem Deutschlandchef von Bombardier Michael Fohrer den einstimmigen Beschluss zur Forderung eines Tarifvertrags zur Standortsicherung.

In einer zuvor abgehaltenen Mitgliederversammlung mit massiver Beteiligung beschlossen die Mitglieder der IG Metall Ostsachen einstimmig folgende vier Kernforderungen:

  1. Sicherung des Standortes Bombardier Transportation GmbH Görlitz
  2. Erhalt aller Arbeitsplätze
  3. Erhalt und Ausbau aller Kompetenzen und der Fertigungstiefe
  4. Maßnahmen zur Zukunftssicherung.

Die IG Metall ist im Hintergrund bis hin zur bundespolitischen Ebene in Gesprächen, um Netzwerke zur Unterstützung zu knüpfen. Einen erster Achtungserfolg im Kampf um die Arbeitsplätze bei Bombardier erzielten die Metallerinnen und Metaller mit einer großen Aktion in Berlin am 30. März 2017. Der Aufsichtsrat von Bombardier Transportation wurde zur Beratung von möglichen Alternativkonzepten bewogen.

Um diesen Weg zu untermauern und mit größtmöglichem Druck zu flankieren, streben die Mitglieder der IG Metall in Ostsachsen die zeitnahe Aufnahme der Tarifverhandlung zur Standortsicherung bei Bombardier an.

“Es ist an der Zeit, dass die Gespräch auch in einer belastbaren Form verschriftlicht werden und was wäre dafür besser geeignet als ein Tarifvertrag“, sagt René Straube Betriebsratsvorsitzender Bombardier Görlitz.

“Wir haben in den letzten Monaten gezeigt, dass wir in der Lage sind, viele Leute auf die Straße zu bekommen. Die heutige Botschaft an das Management ist klar: Die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der IG Metall ist dringend geboten. Der Vorstand der IG Metall ist informiert und auch eine Tarifverhandlung zur Standortsicherung orientiert sich am allgemein üblichen Prozess. Konkret: Die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der IG Metall zur Standortsicherung unterscheidet sich nicht von anderen Tarifverhandlungen, das heißt werden diese verweigert oder scheitern, befinden die Mitglieder auch über mögliche und an dieser Stelle unbefristete Streiks. Das Management hat es in der Hand“, so Jan Otto, Erster Bevollmächtigter IG Metall Ostsachsen.

Hintergrund:

Seit über einem Jahr werden die Beschäftigten von Bombardier Görlitz über ihre Zukunft im Unklaren gelassen. Das Management hat auch am heutigen Tag auf der Betriebsversammlung keine klaren Aussagen zur zukünftigen Strategie, zu Personalzahlen und zur allgemeinen Situation von Bombardier getroffen. Stattdessen geistern immer wieder nichtbestätigte Abbauzahlen durch die Medien und der aktuelle Deutschlandchef Michael Fohrer, der im Übrigen innerhalb von zwei Jahren der dritte Mann auf dieser Position ist, tut nichts dafür, die Unsicherheit der Beschäftigten zu beenden.

Im Betrieb, in der Stadt – die IG Metall

Die Kampagne Mein Görlitz – Mein Waggonbau der IG Metall Beschäftigten und der ostsächsischen Bevölkerung läuft auf Hochtouren. In dieser Woche fand die letzte von 14 Bereichsversammlungen, zwei Mitgliederversammlungen im Filmpalast Görlitz sowie eine Betriebsversammlung unter Ladung des Bombardier Deutschlandchefs statt. Selbst Ministerpräsident Stanislav Tillich war Gast im Görlitzer Traditionsstandort des Waggonbaus.

Immer mit dabei und somit ein Blickfanggarant war außerdem die Roadshow/Infotour der IG Metall. Mit dieser Unterstützung wurden die Mitarbeiter auf die kommenden Veranstaltungen wiederholt aufmerksam gemacht, ihre Beteiligung weiterhin eingefordert und somit die Bindungen immer wieder gestärkt. Die Präsenz vorm Werkstor, am Filmpalast und auf dem Marienplatz, welche schon als Kulisse der beeindruckenden Demonstration am 04. März eingenommen wurde, macht deutlich wie sehr die gewerkschaftliche Arbeit ein fester Teil des alltägliche Lebens in der Region geworden ist. In Ostsachsen hat jeder Menschen eine Person in der Familie oder im Freundes- / Bekanntenkreis, welcher momentan bei Bombardier arbeitet und sich somit um die Zukunftsaussichten Sorgen macht aber gleichzeitig bereit ist in jeglicher Form zu unterstützen. Der Waggonbau bleibt – ist unser aller Ziel!

Roadshow Dienstagfrüh!
Mittwoch in der Görlitzer Innenstadt bei Karstadt-Hertie

Kantine wurde nach der Roadshow vor der nächsten Schicht verschönert – sieht gut aus!

25.04. Mitgliederversammlung / 26.04. IG Metall auf Marienplatz / 27.04. Betriebsversammlung

Am 25.04. findet ausschließlich für Mitglieder der IG Metall eine Mitgliederversammlung der Bombardier Görlitz Beschäftigten statt. Auf der Mitgliederversammlung gibt es exklusive Interviews zur aktuellen Lage des Waggonbaustandortes und die Mitglieder beschließen das notwendige weitere Handeln durch Abstimmung. Für den Einlass ist der Mitgliedsausweis vorzuzeigen oder eine vollständig ausgefüllte und unterschriebene Beitrittserklärung abzugeben. Die Einladungen werden morgen (Donnerstag) vor dem Schichtbeginn von den Vertrauensleuten am Werkstor verteilt.

Am 26.04. wird die IG Metall Ostsachsen mit ihrer Roadshow auf dem Görlitzer Marienplatz von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr mit den Bürgern über die aktuelle Situation sprechen und über Auswirkungen Diskutieren.

Der 27.04. steht im Zeichen der Betriebsversammlung im Bombardier Werk Görlitz mit dem Bombardier Deutschland Chef Michael Fohrer als Gast.

Die nächste Woche werden Entscheidungen und Antworten erwartet und zwar direkt vor Ort in Görlitz durch alle Beteiligten.

„Ohne uns geht nichts“ – 1200 IG Metallerinnen & Metaller demonstrieren während Bombardier Aufsichtsratssitzung in Berlin

30.03.2017: Wendepunkt und Erfolg für Ostsachsen! Gemeinsam demonstrierten über 1200 Kolleginnen und Kollegen aus den Bombardier Standorten an der Konzernzentrale. Über 600 Menschen kamen aus unserer Region. Lasst uns gemeinsam weiter vorbereiten & aktiv werden für den Waggonbau, für die Region: Waggonbau bleibt!

Das Video auf Facebook: Klick!

„Ohne uns geht nichts“ – 1200 Bombardier-Beschäftigte demonstrierten zur Aufsichtsratssitzung in Berlin

Der Aufsichtsrat des kanadischen Schienenfahrzeugherstellers Bombardier Transportation saß in der ersten Reihe: Am Donnerstag verlangten 1200 Beschäftigte von allen deutschen Standorten lautstark und entschlossen vor der Konzernzentrale am Schöneberger Ufer in Berlin ein Ende der Strategie von De-Industrialisierung und Stellenabbau. Ihre Botschaft: „Die Zeit zu kämpfen ist gekommen“. Foto: Christian von Polentz/transitfoto.de

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Es ist NIE zu früh für seine Zukunft zu Kämpfen! Diego 8 Jahre

Diego 8 Jahre ist die Zukunft des Waggonbau. Die Zukunft kämpft und braucht uns! Als nächstes am 30.03. am Schöneberger Ufer 1 in Berlin.

Diego 8 Jahre, will ein Waggonbauer werden und fängt zeitig an zu Kämpfen. Er will seinen Traum erfüllen irgendwann Waggonbauer sein zu können 💪 Damit Diego seinen Traum von tariflich abgesicherten, guten, sicheren, qualifizierten und mitbestimmten Arbeitsplätzen erfüllen kann braucht er die Menschen in der Region und die Beschäftigten im Werk. Wir wissen noch nicht was kommt, aber eine Sache braucht es immer: den Rückhalt der Region und deine Unterstützung für den Erhalt des Waggonbau.

Es geht um die Zukunft der Region und unserer Jugend – es gibt nur eine Antwort: Waggonbau bleibt!
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Diego (8 Jahre) kämpft für den Waggonbau.

IG Metall Vertrauensleutesitzung: Waggonbauerinnen und Waggonbauer stehen zusammen

Kämpferische Demoaktion auf der heutigen Vertrauensleutesitzung der Waggonbauerinnen und Waggonbauer geplant. Für die Region fahren Vertrauensleute und betriebliche Aktive zur bundesweiten Demonstration am 30.03. nach Berlin. Lasst euch überraschen: Wir sind hier! Wir sind laut, weil man uns die Arbeit klaut! (Archivbild einer Aktion vom Februar 2016)

Heute haben sich IG Metall Vertrauensleute des Waggonbau Görlitz – die bei Bombardier beschäftigt sind – getroffen. Thema waren unter anderem die Planung für den nächsten Meilenstein am 30.03.2017 in Berlin und weiteres warm-laufen für ein heißen, ausdauernden Sommer. Es wurde besprochen wie es nach dem 30.03.2017 weiter geht und wie ihr die Menschen aus dem Waggonbau und der Region aktiv werden könnt. Den wir machen mindestens solange weiter bis unsere Forderung für den Waggonbau erfüllt ist. Es hilft das unsere Stärke geht von den vielen ehrenamtlichen betrieblichen Aktiven und ihrem Einsatz für die richtige Sache ausgeht: die Zukunft unserer bunt zusammengesetzten IG Metallerinnen und Metaller und deren Familien.

Vertrauensleute sind neben dem Betriebsrat Ansprechpartner für die Beschäftigten im Betrieb. Vertrauensleute sind nicht gesetzlich institutionalisiert. Trotzdem haben sie eine große Bedeutung. Sie sind meist näher dran an der täglichen Arbeit der Beschäftigten und damit auch an deren Sorgen und Anliegen. Ab Januar finden die Vertrauensleutewahlen statt.

Wozu Vertrauensleute?
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Wir mobilisieren: 30.03. Wir stehen in Berlin für die Zukunft von Görlitz ein!

Betriebliche Mobilisierung zur Bombardier Aufsichtsratssitzung in Berlin am 30.03. im Waggonbau Görlitz: nimmt fahrt auf! Fahrkarten werden abteilungsweise gesammelt. Der sich zwischen Belegschaft und Unternehmen immer weiter verschärfende Konflikt um die Zukunft der Region und Zukunft der Familie spitzt sich immer weiter zu. Wir schließen uns zusammen! Mit stetig steigenden Aktiven- und Mitgliederzahlen wird unsere Verhandlungsmacht noch größer! Mitglied werden – Streiken dürfen nur Gewerkschafter_innen: beitreten und im Betrieb aktiv werden!

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Kampf für Zu(g)kunft in Henningsdorf ist solidarisch mit Görlitz

Ein Beitrag der IG Metall Oranienburg
Über 700 Metallerinnen und Metaller von Bombardier in Hennigsdorf haben, unterstützt durch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen anderer Betriebe, am Montag den 13. März gegen eine mögliche Standortschließung protestiert. Im Anschluss an eine ordentliche Betriebsversammlung beschlossen die Beschäftigten des Hennigsdorfer Schienenfahrzeugherstellers einen Demonstrationszug durch Hennigsdorf durchzuführen.

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Demozug ist vollständig. Am 30.03. wird es noch viel größer!

Die Arbeitgeberseite hatte unlängst eine neue Kultur des Dialogs angekündigt, jedoch bisher jegliche Gesprächsbereitschaft vermissen lassen. „Wir glauben nicht an die von Bombardier angekündigte Dialogbereitschaft“, sagte Anne Karl, Gewerkschaftssekretärin, am Montag im Anschluss an eine Betriebsversammlung.

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