[Video] Hier hat jeder Arbeitsplatz ein Gesicht – Olivier Höbel

Unser Bezirksleiter positioniert sich deutlich für den Waggonbau und die Region: ,,Hier hat jeder Arbeitsplatz ein Gesicht und ich sage: Wir werden um jeden Arbeitsplatz und um jeden Standort kämpfen!“, so Olivier Höbel IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen.

„Zukunft gibt’s nur mit uns“ – 3 000 forderten Erhalt des Waggonbaus

Bombardier Görlitz in Gefahr, und mehr als 3000 kamen auf den Marienplatz: Die drohende Arbeitsplatz-Vernichtung beim größten Arbeitgeber bringt die Neißestadt in heftige Bewegung – Kolleginnen und Kollegen von Bombardier Bautzen, Mannheim und Frankfurt/Main, aus Görlitzer Betrieben sowie zahlreiche Bürger der Stadt bekundeten gemeinsam mit den Waggonbauern: „Wir stehen zusammen“. (mehr …)

Demoroute für den 04. März steht – Wetter auch: 14° und Sonnenschein

es hat gedauert: die Demoroute steht fest und die Bewegung wächst wir freuen uns auf einen solidarischen Protest. Die SZ berichtete es könnte einer der größten Proteste der vergangenen Jahre werden.

Demokoffer nicht vergessen: Trillerpfeife, Energyriegel, eine Mütze voll Schlaf, Schilder basteln mit Bombardier bleibt, Flasche Wasser und Smartphone um unterwegs  zu posten/twittern/simsen was gerade passiert.

Bitte nicht vergessen eure Aktionen mit dem Demoanmelder Florian Witte abzusprechen.

Demoroute zum download als Bilddatei oder die Karte als pdf.

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Demoaufruf | 04. März um 10 Uhr am Werkstor Bombardier, Görlitz

Die Situation:
Die Waggonbauer in Görlitz werden bis heute im Unklaren gelassen, in welcher Form und in welcher Größenordnung es mit ihnen in Zukunft weiter geht. Die rein profitorientierten Aktionäre spielen hier nicht nur mit dem Arbeitsplatz vieler Menschen. Es geht bei dieser Auseinandersetzung um viel mehr. Hinter jedem Menschen steht eine Familie und ein Lebensalltag in der Region. Die Waggonbauer sind seit Jahrzehnten die wirtschaftlich stabile Säule von Görlitz. Die Gefahr besteht in der sehr drastischen wirtschaftlichen Verschlechterung aller Bewohner und Geschäftstüchtigen unserer Heimat.

Das Ziel unserer Kampagne ist der starke Zusammenschluss von Menschen, welche für ihre eigene Zukunft und die Zukunft der nächsten Generation einstehen. Gemeinsame Stärke zeigen und gegenseitig Kraft geben. Wir wollen somit den Blick der Öffentlichkeit auf die Bedrohung mit ihren Folgen, aber auch auf die Bindung der Görlitzer zu ihrem Waggonbau ziehen. Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass sobald Menschen für das Richtige einstehen, viele Entscheidungen nicht mehr gefällt werden, weil allein der Imageschaden durch keinen Personalabbau zu beheben wäre. Unterstützen ist auf vielerlei Wegen möglich. (mehr …)

Mitgliederversammlung in Görlitz

Die Situation für die Kolleginnen und Kollegen bei Bombardier in Görlitz lässt sich seit einigen Monaten vor allem mit einem Wort beschreiben: Ungewissheit. Das Unternehmen gibt nicht das geringste Signal in der Frage, wie es für die Beschäftigten am Standort weitergehen soll.

Mitgliederversammlung Bombardier Görlitz

Dass die Kollegen diesen Zustand nicht länger hinnehmen werden, haben rund 500 Mitglieder heute im Rahmen der Mitgliederversammlungen für alle Schichten deutlich gemacht. In der Vergangenheit waren sie bereits mehrfach vor das Werkstor gezogen, nun werden die Metaller noch ganz andere Karten spielen.

„Wir haben heute ein klares Mandat von unseren Mitgliedern bekommen, sie befürworten die vorgestellten Ideen und wollen sie gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. „Unser Vorgehen in den nächsten Wochen und Monaten gründet sich auf drei Säulen. Wir werden gemeinsam mit den Beschäftigten in Foren Ideen für ein tragfähiges und belastbares Zukunftskonzept entwickeln, um Sicherheit für den Standort in Görlitz zu schaffen. Außerdem wird es in naher Zukunft weitere Aktionsformen geben, die in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit Wirksamkeit zeigen und diese mit einbeziehen. Die dritte Säule bildet die klare Verabredung, sich auf harte Auseinandersetzungen vorzubereiten, sollte Bombardier nicht bald einlenken und klar stellen, welche Perspektive die Kolleginnen und Kollegen haben.“

Niemand kann nachvollziehen, weshalb die Konsequenzen für jahrelanges Missmanagement von den Beschäftigten getragen werden sollen. Sie haben sich deshalb entschieden, nicht länger abzuwarten, sondern in die Offensive zu gehen und für den Fortbestand des traditionsreichen Waggonbaus in Ostsachsen zu kämpfen.

Mehr als 500 Beschäftigte protestierten vor dem Bombardier-Werk in Bautzen

Die Beschäftigten im sächsischen Bombardier-Werk in Bautzen wollen endlich Klarheit über die Pläne der Unternehmensleitung zum Personalabbau in ihrem Werk. Mehr als 500 Kolleginnen und Kollegen protestierten am 15. Dezember nach einer Betriebsversammlung vor den Werktoren. 

Das Schweigen der Unternehmensleitung des kanadischen Fahrzeugherstellers empört Beschäftigte und IG Metall in Bautzen. Bereits im Frühjahr hatte der kanadische Konzern angekündigt, deutschlandweit 1430 Arbeitsplätze zu streichen. In der vergangenen Woche wurde dann die Zahl „2500“ in einem Artikel im Handelsblatt genannt.

„Wir fordern eine klare Standortzusage und eine klares Ja zu den Kompetenzen vor Ort“, so Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Er kündigte an, dass es im Januar eine Mitgliederversammlung in Görlitz geben werde. „Ich erwarte ein klares Mandat für schärfere Aktionen“, so Jan Otto weiter. In Görlitz sind derzeit 2000 Mitarbeiter bei Bombardier beschäftigt, in Bautzen arbeiten 1100 Menschen.

Heute – am 16. Dezember – finden Betriebsversammlungen und Aktionen in Görlitz und Hennigsdorf statt. 

Die Kolleginnen und Kollegen in Bautzen, Görlitz und Hennigsdorf gehen mit der Ungewissenheit in den Weihnachtsurlaub, ob ihr Arbeitsplatz von den jüngsten Ankündigungen der Unternehmensleitung betroffen sind.

Ein Unternehmenssprecher von Bombardier hatte gegenüber Medien darauf hingewiesen, dass keine Zahlen veröffentlicht würden, weil vorher mit Betriebsräten und Gewerkschaften gesprochen werden müsse. „Das ist in meinen Augen eine Realitätsverzerrung“, sagte dazu Jan Otto. „Die Zahl „2.500“ kam eindeutig aus Unternehmenskreisen. Also ist zu vermuten, dass schon Planungen vorliegen. Vorzugeben, dass wegen der Gespräche mit den Sozialpartnern die Planungen nicht vorangehen, ist unlauter.“

Berichterstattung:

 MDR um 11, 16. Dezember 2016

 MDR Online, 16. Dezember 2016

 Freie Presse, 16. Dezember 2016

 Sächsische Zeitung, 16. Dezember 2016

 Neues Deutschland, 17. Dezember 2016

 Neue Züricher Zeitung, 16. Dezember 2016