Hintergrund

Der kanadische Bahnhersteller Bombardier hatte im Februar 2016 verkündet, dass in Deutschland 1.430 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Die ostdeutschen Standorte in Hennigsdorf, Görlitz und Bautzen waren zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 1.000 Stellenstreichungen am stärksten betroffen. IG Metall und Gesamtbetriebsrat kritisieren dieses Vorgehen seit Bekanntwerden im Februar massiv und haben Ansätze für eine Alternativstrategie entwickelt.

Im April überreichten Betriebsräte und IG Metall in Berlin den „Bombardier Fahrplan Zu(g)kunft“. Mit dem Strategiepapier zeigen die Betriebsräte und IG Metall konstruktive Lösungswege für die aktuelle Misere bei Bombardier Transportation auf und formulieren ihre Forderungen an die Konzernspitze.

Zeitgleich kursierten Gerüchte über eine sogenannte zweite Welle. Im Oktober hat die Konzernspitze den Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen weltweit bei Bombardier Transportation verkündet. Seither besteht die Befürchtung, dass vor allem die  deutschen Standorte betroffen sein werden. Das Unternehmen hat bisher noch keine offizielle Position zur Umsetzung des Abbaus an den deutschen Standorten bezogen.

Auf einer Betriebsversammlung in Hennigsdorf wurde am 5. Dezember mitgeteilt, dass die Serienproduktion von Zügen am Standort bis Ende 2018 auslaufen solle. Nur noch Entwicklung, Konstruktion und eventuell der Bau von Prototypen sollen am Standort verbleiben.