[MOZ] Bombardier: Görlitz kämpft, Hennigsdorf zögert noch

Hennigsdorf/Görlitz (HGA) Fast einen Monat nach dem Spitzengespräch beim damaligen Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel (SPD) scheint sich Bombardier viel Zeit zu lassen, die dort zum angekündigten Stellenabbau vereinbarten Gespräche mit dem Betriebsrat anzugehen. Bombardiers Sprecher Andreas Dienemann konnte am Montag lediglich mitteilen: „Wir stehen in den Startlöchern. Die Pistole geht hoch zum Schuss.“ Ein solcher ist vom Henngisdorfer Betriebsrat noch nicht vernommen worden. Es habe lediglich ein Vorgespräch mit dem im Dezember… Weiterlesen auf Märkische Online Zeitung

[t-online] Görlitzer Bombardier-Mitarbeiter stimmen über Streik ab

Die IG Metall Ostsachsen will heute bei der Mitgliederversammlung im Bombardier-Werk Görlitz über einen möglichen Streik abstimmen. „Wir wollen ausloten, wozu die Mitglieder bereit sind“, sagte Gewerkschaftschef Jan Otto im Vorfeld. Hintergrund der außerordentlichen Zusammenkunft sind die angekündigten Umstrukturierungspläne des kanadischen Fahrzeugherstellers. Bombardier Transportation will nach eigenen Angaben in der Zugsparte weltweit 5000 Arbeitsplätze der fast 40 000 Beschäftigten streichen. So fürchten auch die Mitarbeiter in den sächsischen Werken Görlitz und Bautzen und im brandenburgischen Hennigsdorf um ihre Jobs. Weiterlesen auf t-online.de

Mitgliederversammlung in Görlitz

Die Situation für die Kolleginnen und Kollegen bei Bombardier in Görlitz lässt sich seit einigen Monaten vor allem mit einem Wort beschreiben: Ungewissheit. Das Unternehmen gibt nicht das geringste Signal in der Frage, wie es für die Beschäftigten am Standort weitergehen soll.

Mitgliederversammlung Bombardier Görlitz

Dass die Kollegen diesen Zustand nicht länger hinnehmen werden, haben rund 500 Mitglieder heute im Rahmen der Mitgliederversammlungen für alle Schichten deutlich gemacht. In der Vergangenheit waren sie bereits mehrfach vor das Werkstor gezogen, nun werden die Metaller noch ganz andere Karten spielen.

„Wir haben heute ein klares Mandat von unseren Mitgliedern bekommen, sie befürworten die vorgestellten Ideen und wollen sie gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. „Unser Vorgehen in den nächsten Wochen und Monaten gründet sich auf drei Säulen. Wir werden gemeinsam mit den Beschäftigten in Foren Ideen für ein tragfähiges und belastbares Zukunftskonzept entwickeln, um Sicherheit für den Standort in Görlitz zu schaffen. Außerdem wird es in naher Zukunft weitere Aktionsformen geben, die in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit Wirksamkeit zeigen und diese mit einbeziehen. Die dritte Säule bildet die klare Verabredung, sich auf harte Auseinandersetzungen vorzubereiten, sollte Bombardier nicht bald einlenken und klar stellen, welche Perspektive die Kolleginnen und Kollegen haben.“

Niemand kann nachvollziehen, weshalb die Konsequenzen für jahrelanges Missmanagement von den Beschäftigten getragen werden sollen. Sie haben sich deshalb entschieden, nicht länger abzuwarten, sondern in die Offensive zu gehen und für den Fortbestand des traditionsreichen Waggonbaus in Ostsachsen zu kämpfen.

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann in Sachsen – Besuch bei Bombardier Bautzen

Die Situation bei Bombardier ruft den DGB Bundesvorsitzenden auf den Plan

Foto: Simone M. Neumann

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, kommt am

19. Januar 2017 zu einem Besuch nach Sachsen. Dabei wird er das Bombardier-Werk in Bautzen besuchen und sich über die aktuelle Situation bei dem Schienenfahrzeughersteller in Gesprächen mit Betriebsrat, Geschäftsleitung, Beschäftigten und Gewerkschaft informieren.

[Berliner Zeitung] Interview „Die Probleme bei Bombardier sind hausgemacht“

Die Beschäftigten des Bahntechnik-Konzerns Bombardier in Deutschland müssen weiter bangen: Weltweit sollen 5000 von fast 40.000 Arbeitsplätzen wegfallen, darunter wahrscheinlich ein Großteil in Deutschland. Es ist nicht der erste Plan zum Abbau von Stellen. Möglicherweise sind ganze Werke gefährdet, was in den betroffenen strukturschwachen Regionen eine soziale Katastrophe wäre. Ein Treffen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit der Management-Spitze brachte keine greifbaren Ergebnisse. Die IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen auf jeden Fall verhindern.

Herr Höbel, den Bombardier-Werken, vor allem in Ostdeutschland, stehen erneut harte Zeiten bevor. Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern? Weiterlesen in der Berliner-Zeitung